Was ein Audit ist
Ein ESD-Audit ist eine unabhängige Beurteilung des gesamten Schutzsystems — Ausstattung, Erdung, Kennzeichnung, Regeln und Dokumentation. Es geht nicht um einzelne Produkte, sondern darum, ob sie zusammenspielen und ob die Maßnahmen im Alltag wirklich eingehalten werden. Meist ist es der schnellste Weg, die Schwachstelle im Betrieb zu finden.
Was dabei geprüft wird
Gemessen werden Arbeitsflächen, Matten, Böden und Erdungselemente, geprüft werden die Erdung von Personen sowie der Zustand von Armbändern und Schuhen. Kontrolliert werden die Abgrenzung der EPA, die Kennzeichnung und die Zutrittsbedingungen. Neben der Messung wird auch die Dokumentation durchgegangen — Prüfplan, Messaufzeichnungen und Verantwortlichkeiten.
Wie ein Audit üblicherweise abläuft
Zuerst wird der Umfang abgestimmt — nach Größe des Betriebs und danach, was nachgewiesen werden muss. Es folgen die Messungen direkt vor Ort und Gespräche mit den Personen, die den Arbeitsplatz nutzen. Am Ende werden die Ergebnisse ausgewertet und mit den geforderten Werten verglichen.
Was beim Audit herauskommt
Ergebnis ist ein Protokoll mit den gemessenen Werten, eine Liste der festgestellten Abweichungen und Empfehlungen für die nächsten Schritte. Ein Teil der Feststellungen ist trivial und lässt sich sofort beheben, ein anderer bedeutet, Ausstattung zu ergänzen oder Regeln anzupassen. Das Protokoll dient zugleich als Nachweis bei internen Audits und bei Kundenaudits.
Wann ein Audit sinnvoll ist
Am häufigsten nach der Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes, um zu bestätigen, dass alles die Vorgaben tatsächlich erfüllt. Außerdem periodisch, denn durch Verschleiß und laufenden Betrieb verändert sich der Zustand. Und immer dann, wenn ein Kunde oder interne Regeln die Konformität verlangen und diese nachzuweisen ist.